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29. März 2007, 23:55 modernes Räuchern

Gestern war's wieder soweit. Ein Beitrag des Radiosenders FM4 zum Thema rauchen. In diesem wurde u.a. die Meinung, dass rauchen durch den Übergang vom Stumm- zum Tonfilm bei letzterem eingeführt wurde, vertreten.

Diese Theorie baut darauf, dass die Charaktere - da sie nun miteinander reden und somit die Handlung unterbrochen wird - trotzdem etwas zu tun haben, das sie auch durchführen können, während sie sich unterhalten, um die Szenen nicht zu Dialog-lastig werden zu lassen. Etwa rauchen.

Diese These wurde durch ein Argument gestützt, das ich hier nicht vorenthalten möchte:
ca. 1/4 der Amerikaner rauchen - betrachtet man jedoch nur die Schauspieler, sind es an die 44%.

Ich habe etwas weitergedacht - und da ich auch Nichtraucher bin, fällt mir selbstverständlich der Rauch in diversen Lokalen besonders auf. Da es sich um meine Lunge und somit meine Gesundheit handelt, die die Raucher zerstören, bin ich stark dafür, rauchen dort zu verbieten. Es sei denn, die Raucher finden eine Möglichkeit, ihr unseliges Tun zu vollziehen ohne die Lungen ihrer Mitmenschen zu zerstören.

Ich stand dem Rauchen lange Zeit gleichgültig gegenüber - denkt man jedoch einmal ernsthaft darüber nach, kommt es eigentlich einer Körperverletzung gleich. Der einzige Unterschied zu einer Messerattacke ist, dass man den Schaden durch Zigaretten nicht sofort sieht - und dass es viel mehr Zigaretten als Messer braucht, um einen umzubringen...

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Kommentare

31. März 2007, 13:23 So isses

von: das große B

Generell muss man ja aufpassen mit diesem Thema. Ein Mensch der seit 10 Jahren raucht, sieht es nicht ein, dass er in seinem Stammlokal nicht mehr seinem "Hobby" nachgehen darf oder in einem extra Bereich "abgeschoben" wird damit er andere Menschen nicht stört.

Im Grunde ist diese Entwicklung aber gut, weil somit ein Druck ausgeübt wird. Das Qualmen ist ungesund und es schadet Anderen. Fertig Aus. Außerdem verstinkt man sich Kleidung, verklebt sich den Rachen und bekommt eine hässliche Stimme :D Und Geld kostet der Spass auch jedes Jahr mehr. Ich selbst bin aber sehr leise geworden wenn es um dieses Thema geht.

Leute die sich angegriffen fühlen und mit dem Rücken zur Wand stehen, werden oftmals ausfallend. Gleiches schon oftmals beim Thema Fleisch und warum Vegetarier erlebt. Also einfach seine eigene Warhheit für sich bewahren, bestimmte Orte meiden und wenn das Thema zu Tisch kommt, nicht zwingend mitreden. Der Depp ist man am Ende ja sowieso wieder. Ich sag nur: Grasfresser, Biosepp, Möchtegernrevoluzer und co.. Keinen Bock drauf.

Verkürzt eure Gesundheit doch.. mir doch egal

02. April 2007, 00:33 @ Franz

von: CwB, www.andersleben.at

Beinahe...
Mit der Ausnahme, dass ich Biosepp eigentlich eh einen coolen Spitznamen nenn... zumindest besser als Almöhi (wie auch immer man den schreibt)

Und dass man nichts sagen sollt, um der Debatte aus dem Weg zu gehen ist auch net OK. Dann ändert sich nie was! Und soziale Kontakte gehören zur heutigen Welt - da kommen wir nicht aus... außer in einem einsamen Zen-Kloster (das zugegebener Maßen einen gewissen Reiz auf mich ausübt *G*).

So long,
CwB

09. April 2007, 22:27 Hm Hm

von: das große B

In diesem Falle sind mir meine Nerven wichtiger als das Überzeugen anderer Mitmenschen. Das ist wie das Thema "Ausländer". Leute die weiterhin einen türkischen Menschen als etwas "schlechteres" als sich selbst ansehen, die kannst du auch nicht davon überzeugen, dass nicht SIE Schuld sind an diesem und jenen. Auch das gleiche beim Vegetarier sein und beim Thema Rauchen... und beim Thema Sport, Gesundes Essen und und und. Ich denke es ist wichtig dass man für sich eine Meinung bildet und diese auch äußert wenn es angebracht ist. Jedoch nicht wenn keine Aussicht auf Vernunft beim Gegenüber herrscht. Da ist mir meine Zeit auch ehrlich gesagt zu Schade. Was ich schon über das Thema "Todesstrafe" mit Leuten diskutiert habe.... :D Wir können das gerne in London gerne mal ausprobieren, sofern du natürlich FÜR die Todesstrafe bist.. dann kannst du dich schon auf einen langen Abend einstellen ;) So, bis moinsen und so :D

10. April 2007, 21:35 Wir sind nicht alleine!

von: Zweiberg

Hallo alle zusammen!
Ich möchte zu dem Thema was da hinter dem "wer ist da der Egoist?", also zum "Kampf ohne zu kämpfen"-für eine Sache zu der jemand steht- einige Beispiele beisteuern, um zu zeigen, dass es wichtig ist für eine Sache ein zu stehen.
1.Restaurant Paa war anfänglich komplett "Raucher". Die hatten damals auf ihrer Homepage ein Gästebuch, und da ich mich geärgert habe, dass in einem netten, guten & freundlichen Lokal das vegetarische Bioprodukte anbietet gequalmt wird, auf diesem ich ein freundliches, aber bestimmtes Posting zu dem Thema abgegeben. Das hat echt eine ungeahnte Lawine ausgelöst und von den zahlreichen Postings, die zu ca. 90% contra-Rauch waren, war kein einziges davon irgendwie vulgär. Das ging so weit, bis Hannes Braun (einer der 3 Besitzer) ein verbittertes Posting gegen uns "Nörgler" im Gästebuch abgesetzt hat. Ich war echt sauer auf seine Reaktion, aber habe mich dann gefangen, Nachforschung betrieben und direkt Hannes ein langes Mail mit Statistiken und Studien "pro-rauchausstieg" geschickt. Er hat auch zu meiner Überrschung mir sehr positiv geantwortet und mittlerweile ist das Rauchen im Speisebereich nicht mehr erlaubt und sogar Marco der 2. Besitzer gestand mir vor ca. 2 Wochen, dass er nie gedacht hat, dass das mit dem rauchfreien Speisebereich so gut funktioniert und er froh ist das gemacht zu haben.
2. Wir leben in eine "Stress lass nicht mehr nach!" Zeit und die Essgewohnheiten passen sich dem immer mehr an. Diese Entwicklung hat auch in meinem Freundeskreis schon ziemliche "Verwüstungen" angerichtet und viele gehen deshalb oft zum McDonalds und Co weils so praktisch ist und schmeckt. Ich sehe das nicht nur alleine wegen der gesundheitlichen Aspekte sondern auch den sozialen, die eine solche Ernährung, nach sich zieht sehr kritisch und da ich meine Freunde nicht prügeln werde bekoche ich sie einfach von Zeit zu Zeit, oder zeige ihnen immer mal wieder wie "gesunde" Dinge verdammt rasch, schmackhaft und unkompliziert an zu richten sind. Der Effekt war/ist nicht so schlecht und der Großteil von den McD & Co Anhängern setzen sich mittlerweile doch sehr kritisch mit dem was sie zu sich nehmen auseinander und bei manchen zieht dieses nachhaltigere Essensmodell in andere Bereiche ihres Lebens auch schon hinein, was mich natürlich sehr freut.

Diese 2 Beispiele hoffe ich haben meinen Ansatz zum Thema was denke ich mir nur und was sage ich geradewegs heraus verdeutlicht.
Unsere Überzeugungen sollen an den Menschen gebracht, gehört, verworfen, umgebaut, verteufelt,verdaut und/oder assimiliert werden sonst wird sich in unserer Welt nichts ändern. Die Kunst ist es bei jedem Gesprächspartner den Punkt zu finden, bei dem dieser selbst zum Überlegen anfängt. Mit Gewalt was auf zu zwingen funktionierte noch nie lange, aber dem Individuum Argumente, einen Weg oder ein Werkzeug in die Hand zu drücken und es "machen" zu lassen funktioniert oft.

Es bringt ja nun wirklich nichts, wenn wir perfekt sind in unserem Elfenbeinturm des Nichtrauchens, des Vegetarismus, des Öko und des Nachhaltigen und rund um uns fällt die Welt auseinander weil ihen keiner zeigte, dass es auch eine andere Wahrnehmund und Welt gibt.

Gute Nacht und Viel Erfolg beim Welt verändern!

liebe Grüße
Gernot

p.s. ja zum ursprünglichen Thema...ich verabscheue den Rauch in den Lokalen, den Restaurants usw und an dem Tag wo endlich unser "rückgradlose" Regierung vielleicht doch mal ein generelles Rauchverbot ausspricht (spezielle Raucher-Clubs vielleicht einmal ausgenommen) werde ich 3 Nächte fortgehen-fortgehen-fortgehen! Bis das passiert kann ich nur mein Leben leben wie es für mich richtig ist und den Anderen vorführen, wie gut es mir auch ohne diesen Glimmstingel im Mundwinkel geht! Und nicht mehr an das denken was sie aufgeben sondern sehen lernen was sie gewinnen wenn sie damit aufhören :-)

07. Mai 2007, 23:15 Erhöhung des Preises für Raucher

von: CwB, www.andersleben.at

Noch einen kleinen Nachtrag zum Thema Rauchen: Heute habe ich in einer Radio-Werbung vernommen, dass die Kosten für die Behandlung von Krankheiten, die durch Zigaretten verursacht wurden, 2 Mrd. Euro pro Jahr betragen. Ich habe selbstverständlich keine Ahnung, ob diese Zahlen stimmen, aber der Denkansatz muss meines Erachtens auch erwähnt werden! Dadurch steigt der wirkliche Preis für Rauchen - den wir alle zahlen - nochmals...

CwB

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