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21. Dezember 2011, 23:55

Stets beeinflusst

Am Wochenende haben wir es endlich einmal ins Biologiezentrum geschafft – zur aktuellen Ausstellung „Aliens – Pflanzen und Tiere auf Wanderschaft“:

Im 15. Jahrhundert gab es hierzulande nur Getreide, Kohl, Linsen und Pferdebohnen. Viele heute alltägliche Zutaten fanden erst später ihren Weg zu uns – wie Erdäpfel aus den Anden, Mais aus Mexiko, Bananen und Zitronen aus China oder Paradeiser aus Südamerika.

Die Eigenschaften dieser Wildarten mussten erst durch Jahrhunderte lange Auslese so verändert werden, dass sie heute die schmackhaften Früchte hervorbringen.

Bei der Einwanderung von Arten in neue Gebiete handelt es sich um einen natürlichen Prozess, den der Mensch jedoch – gewoll oder ungewollt – beschleunigen und so eine Invasion bestimmter Arten verursachen kann. Manche Neobiota – Tiere und Pflanzen, die durch menschliches Zutun in ein Gebiet, in dem sie nicht heimisch sind, vorgedrungen sind – stellen nämlich für die heimische Flora und Fauna ein Problem dar, sie drohen heimische Arten gänzlich zu verdrängen.

Beeinflussung ist also unvermeidlich und hat Tradition, lässt man aber die Folgen außer Acht und schreitet zu schnell voran, kann die Umwelt oft nicht Schritt halten.

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