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21. Mai 2008, 00:22

Von Eiern, vom Essen und so weiter

Zuerst mein fehlgeschlagenes Experiment. Das als Alternative für/Ergänzung zu Kuskus und Co. vorgesehene Quinoa verträgt sich anscheinend nicht mit dem Wasserkocher. Genauer gesagt konnte ich es vergangene Woche nicht ausschließlich mit demselben zubereiten. Das Resultat schmeckte grauenhaft. Ich werde einmal versuchen, es so zuzubereiten, wie es auf der Rückseite beschrieben wird - hoffentlich schmeckt es dann besser. Ist das der Fall, ist der nächste Schritt, vorgekochte Quinoa-Körner mit dem Wasserkocher zuzubereiten.

Die Bezeichnung Freilandeier, selbstbewusst und plakativ auf vielen Verpackungen zu finden, bedeutet per definitionem, dass die Hühner auf herkömmliche Weise industriell gehalten werden. Das einzelne Huhn hat aber theoretisch die Möglichkeit, ins Freie zu gehen. Dieses Freie ist meist jedoch so unattraktiv, dass dieses "Angebot" nicht genutzt wird. Es handelt sich also eigentlich um herkömmliche Eier, die Marketing-technisch aufpoliert wurden.

Themenwechsel. Im Straßenverkehr ist meiner Meinung nach die ökonomische gleichzusetzen mit der ökologischen Fahrweise. Wenn man Sprit-sparend fährt, kommt das aufgrund reduzierter Abgase auch der Umwelt zugute. Voraussetzung für ökonomisches Fahren ist vorausschauendes Fahren. Eine solche Fahrweise bedingt aber wiederum eine vorhersehbare Fahrweise der anderen Verkehrsteilnehmer. So kann man Energievernichtung durch Bremsen besser vermeiden - und es schont gleichzeitig noch die Nerven!

Apropos Straßenverkehr: Die Spritpreise steigen, sind höher denn je. 1/3 höher als noch vor einem Jahr. Diese Tatsache könnte dazu führen, dass Biodiesel forciert wird. Dieser wird aus Agrarprodukten gewonnen, die Anbauflächen dafür in der 3. Welt waren früher für Lebensmittel vorgesehen. In Zukunft fehlt dort dann die Möglichkeit, sich selbst ausreichend mit Lebensmitteln zu versorgen. Obendrein steigen so auch die Lebensmittelpreise bei uns, da sie mit dem Biosprit in Konkurrenz stehen. Steigende Spritpreise wirken sich also negativ auf Lebensmittelpreise aus.

Ad Lebensmittel: Je weniger Geld man zur Verfügung hat, desto höher der Prozentsatz, den man davon für Lebensmittel ausgeben muss. So gibt z.B. die untere Pensionsschicht in Österreich 20% ihrer Pension für Lebensmittel aus. Manche müssen in Österreich sogar mit 6 Euro für Lebensmittel pro Tag auskommen. Da verwundert dann folgende Frage nicht mehr:

Langt das Geld diesmal für frische Champignons oder bleibt es doch nur bei gefrorenen Erbsen

Quelle: Der Standard, 10.-12.5.08

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Kommentare

21. Mai 2008, 10:46 Lebensmittelpreise

von: Manu, http://noshadows.blogspot.com

6€ pro Tag für Lebensmittel finde ich gar nicht so wenig (sofern's für eine Person ist). Hochgerechnet kommt man da auf 180€ pro Monat, was ungefähr so viel ist, wie ich im Durchschnitt ohne mich einzuschränken verbrauche. Allerdings gibt es einige Haushalte, die mich 100€ oder weniger auskommen (müssen), was dann schon bedenklich wenig ist.

Die Prozentzahlen der Lebensmittelausgaben im Verhältnis zum Einkommen finde ich mittlerweile eher nicht aussagekräftig. So ein Durchschnitt kann schnell von Ausreißern nach oben und unten verändert werden, die es zwar gibt, aber in der Skala nicht auftauchen. Bei den oft zitierten 12% weiß man nicht, ob die Leute viel verdienen und gut und qualitativ hochwertig essen, oder ob sie wenig verdienen und fast verhungern. (Und um mir selbst zu widersprechen, ganz abgesehen davon, dass ich die durchschnittlichen 12% zu wenig finde, was vermutlich darin begründet ist, dass es bei mir selbst eher das Fünffache ist).

Couscous schmeckt übrigens auch mit heißer Milch statt Wasser ganz toll. Ist zwar nicht bürotauglich, aber zum gemütlichen Frühstück zuhause sehr lecker (besonders mit einem Apfel und Zimt dazu!).

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27. Mai 2008, 00:26 Leben leistbar - für alle!

von: CwB, www.andersleben.at

Soweit ich mich erinnern kann, war das das Budget für eine Person - aber ich kann's nicht mehr sicher sagen. Ich finde, um eine Person durchgängig mit mindestens drei Mahlzeiten pro Tag bestehend aus hochwertigen Lebensmitteln zu versorgen, reicht das nicht aus! 6 Euro ist durchschnittlich das Geld, das ich für mein Mittagessen ausgebe (Durchschnitt der letzten 4 Monate)! Das führt zu einer Klassengesellschaft.

Die Prozentwerte sind auf jeden Fall nur eine ungefähre Richtung. Aber die untere Pensionsschicht deutet schon einmal darauf hin, dass die Leute nicht so viel Geld zur Verfügung haben. Und wer nicht über so viel verfügt, wird auch tendenziell keine teuren Lebensmittel kaufen, sprich keine hochwertigen.
Schade, denn gesundes Essen sollte kein Luxus sein!

Die Apfel-Zimt-Kuskus-Variante werde ich einmal versuchen. Klingt nicht schlecht, danke für den Gedankenstoß! Heute hat der Kuskus im Büro eh schon sehr wassrig geschmeckt. Wahrscheinlich habe ich das mit dem Wasser bald satt. Andererseits besteht der Mensch ja zu 60 bis 70% aus Wasser... und du hast Recht, ich weiß nicht, wie ich Milch im Büro wärmen soll.

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28. Mai 2008, 00:49 Nachtrag

von: CwB, www.andersleben.at

Wenn ich mir meine Ausgaben so ansehe, musste ich feststellen, dass auch ich im Durchschnitt 20% meines Gehaltes für Lebensmittel ausgebe...

Aber bei mir kommt (fast) nur Bio in den Korb ;-)

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