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06. Jänner 2008, 16:52

Endlich vorbei

Silvesterrakete

Wir haben sie endlich überstanden, die Urlaubszeit! Endlich geht es bei den meisten wieder an die Arbeit, endlich sind nicht mehr überall so viele Menschen. Ich hatte ja das Glück, bereits diese Woche wieder zu arbeiten, bin also den Massen beinahe aus dem Weg gegangen. Außer vielleicht am Freitag. Da stand wieder schwellnessen auf dem Plan, diesmal zu dritt. Nach einer Stunde und 20 Minuten schwimmen wechselte ich erschöpft und mit etwas schmerzendem Knie in den Wellness-Bereich. Wie schon im Schwimmbecken traf man auch dort urlaubsbedingt auf viele Leute. Während sich diese beim Schwimmen teilweise sehr rücksichtslos benahmen - des öfteren bekam ich einen Fuß ab - ging es im Wellness-Bereich gemütlicher von statten. Einen wichtigen Punkt stellte heute die Atmung dar, ich habe versucht, korrekt unter Wasser auszuatmen. Zum Abschied haben wir uns dann noch mit den Füßen gewunken - Wahnsinn ;-)

Nächster Tag. Leider kein Lang- und meinerseits sicher kein Eislaufen, dafür aber lange laufen. Die Kälte und der Schnee stellten etwas frostige Bedingungen fürs Joggen dar. Da ich mich aber glücklicher Weise auch hier auf meine Atmung konzentrierte, bekam ich davon nicht soviel mit. Dann die Erkenntnis: ich sollte zumindest meine eigene Ratschläge befolgen. Beim Laufen um den Kaiserpalast in Japan hatte ich noch geraten, keine zu hohe Geschwindigkeit vorzulegen. Und dann laufe ich selbst ständig zu schnell. Noch eine Erkenntnis: wenn man mit dem Laufen erst beginnt, Berge eher meiden! Auf einer Website habe ich gelesen, dass man Lauf- und Geh-Phasen abwechseln soll. Das war bei mir notgedrungen so - Seitenstechen sei Dank. *G*

Nun noch ein paar Gedanken, die mich diese Woche beschäftigt haben:

Lange Öffnungszeiten scheinen für Personen, die sehr vergesslich sind, geradezu ideal zu sein. Auf eine Zutat - oder gleich auf die ganze Mahlzeit vergessen? Kein Problem, schnell zum nächsten Supermarkt gehüpft und das Missgeschick ist vergessen. Meiner Meinung nach haben diese Öffnungszeiten gerade deshalb auch etwas Schlechtes an sich: Man lernt nicht aus seinen Fehlern, es gibt ja keine Konsequenzen. Wenn man einen Abend hungert, würde man das nächste Mal sicher bewusster einkaufen. In Folge würde man mehr bei der Sache sein, um eine Wiederholung zu vermeiden, wodurch man weniger vergesslich wäre. Dazu passt der Ausdruck Flüchtigkeitsfehler, dessen Bedeutung ich mir erst jetzt so richtig vergegenwärtigt habe. Ein weiteres Problem könnte sein, dass man, einmal daran gewohnt immer einkaufen zu können, dies auch immer in Anspruch nimmt. Schluss mit großen Wochen-Einkäufen, lieber jeden Tag CO2 produzieren. Von der Last, die auf den Schultern der Angestellten liegt einmal ganz zu schweigen.

Ablenkung beim Autofahren: Wenn ich im Radio Hupen höre, kann ich die meist nicht zuordnen und schaue, wer hupt. Lieder mit solchen Effekten sollte man meiner Meinung nach nicht im Radio spielen. Weiters sollten einer Studie von Marianne Schmidt Mast (Uni Neunburg, Schweiz, gelesen in G&G 1-2 2008, S.12) zufolge "maskuline Ausdrücke" wie "Muskeln" oder "Tarzan" vermieden werden. Diese beeinflussen das Fahrverhalten von Männern, welche dann tendenziell schneller fahren. "Feminine Ausdrücke" bewirken übrigens, dass Männer langsamer fahren, die Geschwindigkeit bei "normalen Ausdrücken" liegt dazwischen. Schuld soll die Identifikation mit der traditionellen Geschlechterrolle sein. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob 83 Probanden genug sind für eine derart allgemeine Aussage.

Und wenn wir schon beim Autofahren sind: Wenn man den Kreisverkehr verlässt, blinkt man seinen Mitmenschen zuliebe! Wenn man darauf verzichtet, fehlt es an Kommunikation. Und ein Fehlen an Kommunikation ist oft Schuld an Missverständnissen im Straßenverkehr. Muss doch nicht sein!

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Kommentare

09. Jänner 2008, 09:40 Headlineuntauglich.

von: Dav(id) (Jetzt weiss ich natürlich nicht mehr, was ich gestern geschrieben hätte.) Aber so ungefähr. Ich hatte bezweifelt, wie man sich nur so freuen kann, wieder regulär zu arbeiten. ;) (Und ich hätte mich der beeindruckenden Wirkung der Füssewinkerei, seitens der AP, angeschlossen und hätte diese ebenfalls lobend erwähnt.)
Dieser Eintrag macht wahrscheinlich wenig Sinn, aber auch nicht weniger als meine Sonstigen. ;) Test, 123. Irgendwas weises vielleicht noch. Der Winter mag den Sommer nicht, weil da sind alle Pisten dicht.

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10. Jänner 2008, 23:35 Einkaufsfrequenz

von: Manu, http://noshadows.blogspot.com

Längere Öffnungszeiten finde ich sinnvoll für Leute, die lange und oft arbeiten müssen. Aber grundsätzlich ist der Mensch anpassungsfähig, weshalb es keine wirkliche Notwendigkeit für geänderte Öffnungszeiten gibt.
Wobei ich aber zu meiner Schande schon gestehen muss, dass ich es in England genossen habe, mitten in der Nacht zum Supermarkt zu pilgern und danach meine Einkäufe durch ruhige, menschenleere Straßen heimzuschleppen. Das passte mehr zu meinem Tagesrhythmus. (Eingekauft habe ich dann aber trotzdem meistens unter Tags).

Mehrmaliges Einkaufen pro Woche kann man, denke ich, nicht pauschal verteufeln. Meines Wissens nach wurde früher alle paar Tage eingekauft, dafür aber "verteilter" - am Markt, beim Metzger, etc. Durch die großen Einkaufszentren, in denen man alles bekommen kann, und weil die Gesellschaft schnelllebiger geworden ist und keine Zeit mehr für öftere Einkäufe hat, hat sich dann der ein- oder zweiwöchentliche Großeinkauf entwickelt. Hat beides Vor- und Nachteile, denke ich. Bei Wocheneinkäufen stellt man meistens schon einen Kochplan für die Woche auf und reduziert spontane Käufe, und beim mehrmaligen Einkauf pro Woche hat man dafür immer frische Ware und weniger Gesamtgewicht, so dass man eher zu Fuß oder mit dem Rad einkaufen kann. Der Großeinkauf erzwingt ja schon fast ein Auto (und, um eine gewagt These einzuwerfen, die Einkaufszentren und großen Supermärkte liegen teilweise nicht sehr zentral oder sogar etwas außerhalb, so dass der CO2-Ausstoß größer ist, und er dauert auch länger, was u.U. Druck für längere Öffnungszeiten auslöst). Im Endeffekt sind's aber wohl zu viele Faktoren, um irgendetwas Aussagekräftiges zu sagen.

Wenn ich's mir aussuchen könnte, würde ich wahrscheinlich öfter zum Markt gehen, statt so selten wie möglich zum Supermarkt. Die Atmosphäre dort hat einfach was - man geht durch die Reihen von Ständen und rings herum sind die ganzen Leute mit Flechtkörben, die sich mit den Händlern unterhalten. Da spürt man die soziale Komponente, die sonst beim Einkaufen einfach fehlt.

Jetzt bin ich genug vom Thema Lernminderung durch lange Öffnungszeiten abgekommen (aber ich tu einfach mal so, als ob das beabsichtigt gewesen wäre ;)

Kommentare

10. Jänner 2008, 23:45 Bekenntnisse

von: CwB, www.andersleben.at

Stimmt eigentlich. Viel zu allgemein die Aussage. Zu meiner Verteidigung: Ich habe mir das Feindbild, noch schnell ins Auto zu hüpfen, nur um vom nächsten Supermarkt ein, zwei Sachen zu holen, vergegenwärtigt. Selbstverständlich wäre es idealer, tagtäglich während seines mindestens halbstündigen Spaziergangs durch die Natur, der auch dazu dient, seinen Tag-Nacht-Rhythmus zu normalisieren, frische Lebensmittel direkt beim lokalen Erzeuger abzuholen, der diese, strengen biologischen wie ethischen Richtlinien folgend, feilbietet.

Da aber derzeit - noch? - die Kunden von den lokalen Einkaufsstraßen zu den großen Einkaufzentren flüchten, erstere dadurch immer größere Probleme haben, genug Umsatz zu machen, um nicht schließen zu müssen, denke ich, ist es für die Umwelt besser, wenn die, die es einrichten können - und selbstverständlich auch wollen - täglich zu Fuß einkaufen und die Anderen zumindest so wenig wie möglich ihren fahrbaren Untersatz bewegen. Ja, ja, ich weiß. Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Ich kann auch wirklich nicht leugnen, dass ich, wenn ich eine halbe bis dreiviertel Stunde pro Wegstrecke mehr einkalkuliere, meinen Arbeitsweg auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schaffen könnte... verglichen mit der Gesamtdauer von einer viertel Stunde mit dem Auto bin aber selbst ich schwer dafür zu erwärmen.

Solange kein Schnee liegt und ich kein Kendo-Training habe, fahre ich auch brav mit dem Rad. Das Problem dabei ist, dass das maximal freitags vorkommt. Die fünf Minuten zum Interspar-Restaurant bzw. die drei zu unserem Wirten legen meine Arbeitskollegen und ich immer zu Fuß zurück. Das war auch schon einmal anders! Das ist übrigens die einzig vertretbare Möglichkeit, während der Arbeitszeit etwas Warmes zu sich zu nehmen. Der Mikrowelle trauere ich aber keinesfalls hinterher. So lassen sich meine Arbeitskollegen viel leichter dazu bewegen, auswärts zu essen. Und somit kann auch ich Warmes zu mir nehmen. Ich hoffe, das ist dann zumindest ein bisschen gesünder als der Mikrowellen-Fraß.

Zum Schluss nochmal Danke an euch beide und an EH. Ich habe den Fehler beim Kommentieren jetzt gefunden! Die Anführungszeichen waren schuld! ;-)

LG, CwB

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