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20. Mai 2018, 23:42

Bienchen und Blümchen

von: Christian

Heute war der erste Weltbienentag. Im Dezember 2017 von den Vereinten Nationen beschlossen, soll dieser Tag die Bedeutung der Bienen und anderer BestäuberInnen bewusst machen1. Immerhin könnten sich viele Pflanzen ohne Bestäubung nicht fortpflanzen.

Hören wir Bestäubung, denken viele sofort an ImkerInnen und ihre Honigbienen. Die Anzahl solcher Bienenvölker scheint sich in Österreich nach einem Rückgang wieder stabilisiert zu haben2:

1990 100.000 200.000 300.000 400.000 1995 2000 2005 2010 2015 Anzahl Völker

Anders als bisher angenommen, leisten aber Wildbienen häufig einen erheblichen Beitrag bei der Bestäubung in landwirtschaftlichen Kulturen. Diese Kulturen selbst bieten jedoch kein kontinuierliches Blütenangebot, weshalb die Blütezeit häufig nicht mit der Fortpflanzungsperiode der Wildbienenarten zusammenfällt. Das bedroht wiederum das Überleben des Bienenvolks. Außerdem sind einige Wildbienen auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert. Sie finden auf großen Feldern mit einer einzigen Pflanzenart häufig keine Nahrung3.

Foto: Blühstreifen am Ackerrand

Landwirte scheinen sich dieser Problematik zunehmend bewusst zu sein. Immer häufiger finden sich Blühstreifen an Ackerrändern.

Bleibt abzuwarten, ob uns dadurch Szenen wie im Film „More then Honey“ erspart bleiben. Sonst werden auch in Österreich bald Bienen durch das ganze Land transportiert und Menschen bestäuben händisch Pflanzen …

Wer nicht warten, sondern handeln will, kann beim Einkaufen und beim Garteln an die Bienen denken.

Quellen

1 Internationaler Weltbienentag (imkerbund.at)
2 Struktur der Bienenhaltung in Österreich (biene-oesterreich.at)
3 Wildbienenparadies Österreich? (umweltbundesamt.at)

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Kommentare

23. Mai 2018, 22:08 Bienenpatenschaften

Der Biohof Achleitner in Eferding bietet Patenschaften für Bienenvölker an! Als Gegenzug gibt es 12kg Honig und Honigwein pro Jahr.

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