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12. November 2010, 15:56

Normal ernährt

Detailaufnahme Müsli

Unter dem Banner "Body Issues" beschäftigt sich FM4 diese Woche mit dem menschlichen Körper und seinen Bedürfnissen. Am Montag war Prof. Ibrahim Elmadfa, Leiter des Instituts für Ernährungswissenschaften an der Uni Wien, bei der FM4-Sendung Connected zu Gast und kommentierte die Statements von Anrufern zum Thema "Was ist eigentlich ‘normal’ essen?".

Im Folgenden versuche ich die Quintessenz seiner Aussagen zusammenzufassen:

Am Morgen bietet sich Süßes, Kohlehydrat-haltiges als Frühstück an, da über Nacht der Blutzuckerspiegel sinkt und angehoben werden will, wenn wir wieder leistungsfähig werden wollen. Auch etwas Eiweiß - etwa in Form von Milch - sollte man zu sich nehmen.

Eier, Fleisch und Milch enthalten wichtige Spurenelemente, die man in anderen Nahrungsmitteln kaum findet. Z. B. birgt vegane Ernährung die Gefahr eines Vitamin-B12-, Eisen-, Zink- und Calcium-Mangels, weshalb man besonders bei Kindern mit veganer Ernährung vorsichtig sein muss.

Einer schlanken Linie ist es förderlich, wenn man soviel verbrennt, wie man aufnimmt. Das bedeutet, dass, wer sich viel bewegt, sich auch beim Essen nicht zurückhalten muss! Der Verzicht auf Kohlehydrate hingegen bringt zwar kurzfristigen Diät-Erfolg, da viel Wasser ausgeschieden wird, langfristig ist es jedoch nicht gesund bzw. nimmt man die verlorenen Kilos schnell wieder zu, wenn man wieder Kohlehydrate zu sich nimmt. Trennkost wurde für Nierenkranke entwickelt, um die Niere zu entlasten. Für Menschen ohne Nierenprobleme birgt diese Art der Ernährung jedoch keine Vorteile.

Auch einen Ratschlag für bessere Ernährung gibt der Professor: Unsere Ernährung sollte mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel umfassen, als es beim Großteil der Bevölkerung derzeit der Fall ist. Des weiteren betonte er, dass es sich bei der Freude am Essen und der Vielfalt der Gerichte um zwei wichtige Säulen der Ernährung handelt.

Beim Schreiben dieses Eintrags bin ich dann noch auf einen interessanten Beitrag1 gestoßen. Einer Studie des Sportmediziners Hans Holdhaus, Direktor des IMSB, zufolge ist das Gewicht, der Körperfettanteil, aber auch die Größe der Österreicher in den vergangenen 30 Jahren gestiegen. Ihm zufolge hat unsere Gesellschaft jedoch weniger ein Ernährungs- als vielmehr ein Bewegungsproblem.

Quellen

1: http://news.orf.at/stories/2014839/2014846/ und http://oe1.orf.at/artikel/257722

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