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25. Jänner 2009, 21:27

Luft, die wir atmen und Ton, den wir hören

letzte Sonnenstrahlen im Wald

Bei einem Spaziergang durch den Kürnberger Wald haben wir heute neue Wege beschritten - und so zwei Schautafeln entdeckt.

Auf der ersten stand, dass wir im Liegen durchschnittlich 5-8 Liter Luft pro Minute benötigen, bei hoher Belastung um ein vielfaches mehr. Das bedeutet, wir benötigen pro Stunde mindestens 300 und pro Tag mindestens 7.200 Liter Luft. Selbstverständlich macht es einen Unterschied, ob es sich um verschmutzte Stadtluft oder nicht so verschmutzte Waldluft handelt. Bäume wandeln ja bekanntlich CO2 in Luft zurück - stellt sich nur die Frage, wieviel ein Baum pro Tag schafft, wieviel Baum es also pro Mensch sein darf. Meine doch sehr umfangreiche Recherche im Internet hat mich leider nur zu widersprüchlichen Ergebnissen geführt. So produziert ein Baum einmal 1,7 ein anderes Mal aber 10-15 kg pro Tag. Ich möchte hinzufügen, dass letzteres Ergebnis plausibler ist, da auch im ersten Artikel die Rede von 3 Menschen ist, die ein Baum mit Sauerstoff versorgen kann. Sollte jemand Zugang zu vertrauenswürdigeren Quellen haben, wäre ich demjenigen über eine Klarstellung sehr verbunden!

Angenommen es sind 15 kg, kommt es zu folgendem Rechenbeispiel:

Die Dichte der Luft beträgt 1,29 kg/m3.
Die Definition der Dichte lautet: Dichte = Masse / Volumen bzw. ρ = m / V

Die bekannten Werte in der Formel eingesetzt:
1,29 = 15 kg / V
V = 15 kg / 1,29
V = 11,63 m3 = 11.630 dm3 = 11.630 Liter

Das bedeutet, dass ein Baum 11.630 / 7.200 - also 1,6 liegende Menschen mit Luft versorgen kann.

Wie letztes Mal angemerkt, sympatisiere ich mit der Idee beschallungsfreier Zonen. Zufällig wird genau dieses Thema auf der zweiten Schautafel behandelt. Nachstehend die dort abgebildete Dezibel-Tabelle:

Wirkung auf den Menschen Empfindung Beispiele Dezibel
erholend, beruhigend sehr leise leises Ticken einer Uhr, feiner Landregen 20
leise Blätterrauschen, Flüstern 30
gedämpft mittlere Wohngeräusche, ruhige Wohnstraße 40
Ärger, Unlust belebt normale Unterhaltung 50
Bürolärm 60
Schlafstörung, Leistungsminderung, Kopfschmerz laut laute Unterhaltung 70
Straßenlärm bei starkem Verkehr 80
Organschäden, Schwerhörigkeit sehr laut lauter Fabriksaal 90
Autohupe in der Nähe 100
unerträglich Kesselschmiede 110
Gewebszerstörung, Hirnschäden Schmerzschwelle Flugzeugmotor in der Nähe 120
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Kommentare

26. Jänner 2009, 23:20 Straßenlärm

von: Manu, http://noshadows.blogspot.com

Das ist schon fast erschreckend, dass Straßenlärm bei starkem Verkehr so nahe bei den Organschäden liegt. Da wird dann auch oft in die falsche Richtung geschaut - in der Straßenbahn soll nicht telefoniert werden, obwohl der Autolärm nebenbei weit lauter ist als jegliche Gespräche.
Ich merke die unterschiedlichen Lärmunterschiede auch immer beim Musik hören, wenn ich auf meiner üblichen Strecke von daheim zur Uni pilgere. In der Wohnsiedlung höre ich noch gut auf 20% Lautstärke, sobald ich zur Straße komme müsste ich auf 60% raufdrehen (wenn ich Radiosendungen höre, sogar ca. 80%, um das Gesprochene noch einigermaßen zu verstehen) und neben der Hauptstraße in Salzburg 100%. Oft nimmt man gar nicht wahr, wie rasant der Lärmpegel ansteigt.

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