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24. Juni 2018, 15:00

Platz genug für ein sattes Österreich

Im Supermarkt finden wir fast das ganze Jahr über Weintrauben. Dabei haben die beliebten Beeren bei uns nur eine kurze Saison. Außerhalb der Saison können wir sie durch Importe genießen. Diese verursachen jedoch Treibhausgase und sind in Krisenzeiten problematisch. So importierte Großbritannien vor dem 1. Weltkrieg zwei Drittel seiner Lebensmittel. Die Lieferungen kamen während des Krieges jedoch zum Erliegen und der resultierende Nahrungsengpass führte beinahe zur Niederlage.1

Können nun Österreichs Böden die hiesige Bevölkerung nachhaltig ernähren? Die Antwort lautet wohl ja – aber wir müssen unsere Ernährungsweise ändern.

Flächenbedarf und Treibhausgas-Ausstoß der österreichischen Ernährung2

Verfügbare Fläche in Österreich

Ackerland

Grünland

Dauerkulturen

Verfügbare Fläche in Österreich
2.880 m²

65 m²1.260 m²1.555 m²

Aktuelle Ernährungsweise
3.321 m²

112 m²1.939 m²1.270 m²
1.439 kg CO2eq

Ernährung gemäß ÖGE-Empfehlung
1.964 m²

120 m²1.109 m²735 m²
834 kg CO2eq

Vegetarische Ernährungsweise
603 m²

140 m²397 m²66 m²
244 kg CO2eq

Vegane Ernährungsweise
455 m²

128 m²0 m²327 m²
233 kg CO2eq

Abschließend sei noch angemerkt, dass sich der Flächenbedarf bei konventioneller und ökologischer Landwirtschaft unterscheidet. Während eine intensive Landwirtschaft kurzfristig mehr aus dem Boden herausholt, bietet eine extensive nachhaltige Erträge.

Quellen

1: Pilcher, J.M. (2006). Nahrung und Ernährung in der Menschheitsgeschichte. S. 137. Essen: Magnus.
2: Global 2000 (2017). Klimastudie Ernaehrung, S. 8. Abgerufen 23. 6. 2018.

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