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24. März 2018, 18:41

Licht aus, Klimaschutz an

von: Christian

Bald ist es so weit – hoffentlich gehen auch heute wieder um 20:30 viele Lichter aus. Dann beginnt die Earth Hour 2018 – als Zeichen für den Klimaschutz.

Die 40,96 Mio. Privathaushalte1 in Deutschland könnten, wenn sie alle elektronischen Geräte für eine Stunden abschalten, 18 Millionen Kilowattstunden Strom einsparen2. Umgerechnet in Kohlendioxid entspricht das 10.600 Tonnen, also pro Haushalt 0,26 kg. Zum Vergleich: 260 Gramm entspricht der Menge CO2, die die Produktion eines Glases Milch verursacht3.

Vorausgesetzt, in Österreich gelten ähnliche Zahlen, können die 3.890.000 Privathaushalte4 hierzulande 1.007 Tonnen CO2 einsparen.

Einigen mag die Vorstellung, eine Stunde ohne Licht auskommen zu müssen, widerstreben. Was soll man da bloß machen? Für Paare könnte ein Candle-Light-Dinner interessant sein. Aber auch Singles weichen womöglich auf Kerzenlicht als alternative Lichtquelle aus. In beiden Fällen sollte darauf geachtet werden, dass die Kerzen aus Bienenwachs bestehen und vom lokalen Produzenten stammen. Weder Paraffin aus Erdöl noch Stearin aus Palmöl sind zu empfehlen5.

Und keine Angst: beim Baby-Boom nach einem Stromausfall in New York dürfte es sich um einen urban myth handeln6.

Was könnte man sonst noch in der Earth Hour unternehmen? Lass es uns wissen und poste deine Idee in den Kommentaren!

EDIT 21:45
Eine erste Erfahrung: Pflanzen gießen ist keine gute Beschäftigung während der Earth Hour. Man sieht nicht, wo das daneben gegangene Wasser hinfließt!

Quellen

1: Statista (2008). Anzahl der Privathaushalte in Deutschland von 1991 bis 2016 (in 1.000) [Abgerufen 24.03.2018]
2: AFP (2018). "Earth Hour" könnte tausende Tonnen CO2 einsparen [Abgerufen 24.03.2018]
3: Global 2000. Fleischkonsum in Österreich [Abgerufen 24.03.2018]
4: Statistik Austria (2018). Haushalte [Abgerufen 24.03.2018]
5: Dallmus, A. (2017). Stearin? Wachs? Paraffin? Gibt's ökologisch einwandfreie Kerzen? [Abgerufen 24.03.2018]
6: Sudholt, E. (2011). Ein Stromausfall und die Folgen nach neun Monaten [Abgerufen 24.03.2018]

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Kommentare

26. März 2018, 20:51 Dialog im Dunkeln

Mir fällt hierzu der "Dialog im Dunkeln" ein. Dabei handelte es sich um eine Ausstellung, bei der der Besucher/die Besucherin nichts sah. Die Intention bestand darin, den Menschen die Sinne für die Wahrnehmung im dunklen Räumen, sowohl im Innen- als auch Außenraum, zu schärfen. Das Licht / die Erleuchtung ist nichts selbstverständliches.

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