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25. September 2007, 08:02

Seelische Gesundheit

von: Sári, www.naginata-austria.at

Nichts fördert das Wohlbefinden mehr, als die innere Zufriedenheit mit sich und seiner Umwelt. Wer geerdet ist und seine Wurzeln pflegt, der wird auch Blüten und Früchte tragen. Und welcher Körper könnte gesünder sein, als jener, welcher von einer gesunden Seele genährt wird? Sind wir gesund, tragen wir Glück in die Welt und geben Kraft, wo keine mehr ist.

In einer Generation, die äußerlich in Scheinwelten lebt, bleibt nicht vieles, an das der Mensch sich halten kann. Der Glaube fundamentiert sich in den rationalen Naturwissenschaften, Leistungs- und Verhaltenszwänge verzerren unsere Wahrnehmung. Wir sind von Blindheit geschlagen und wandern durch unbekanntes Dunkel. Eine Gesellschaft unserer Größenordnung braucht ein kontrollierbares Fundament. Die menschliche Seele als stationären Kontrollpunkt.

Ein Mancher mag – auf den Weg durch das Leben - gegen Bäume laufen, (so sprach vor einiger Zeit ein Kendo-Danträger), und Macher eine Laterne mit sich führen, um anderen ein Licht zu sein. Doch schreibt es die Natur uns vor, dass Schwache auf der Strecke bleiben, Starke hingegen vorwärts kommen. Ist der Starke nur stark, aus Angst schwach zu sein, ist er so zumindest wenn nicht schwächer, als der Schwache. Und ist der Schwache schwach aus einer inneren Haltung und Hoffnung heraus, dass ihn andere führen mögen durch das Dunkel, so hat der Schwache den wahren Geist der Menschlichkeit erfasst und schlägt den Starken um längen. Er ist erleuchtet, gewinnt, bevor er schlagen muss. Er mag sich dabei einige Beulen und Schiefer einziehen.

Das treffende Maß zwischen allen Dingen mag eines der Wege zur seelischen Gesundheit sein. Essen und Trinken in Maßen, und nicht als reine Ersatzbefriedigung für das innere Fehlen von Bedürfnissen. Die Fress- und Fettsucht sind einige Auswüchse unserer verirrten Seele. Alkohol, Rauchen und Drogen verklären den Geist und leiten uns auf nebeligen Pfaden an Orte, welche uns nicht wohl gesonnen sind.

Alles strebt der Harmonie entgegen. Was auf den ersten Blick als negativ erscheint, ist oft nur in sich selbst Sinn, um Schönes zu schaffen. Wo der Tod, da das Leben.

Wer das Sein in seiner Einfachheit erfasst und lachend durch das Leben schreitet, wird nicht nur in seiner Seele reich, sondern auch weniger oft erkranken.

Bereczki Sára, Innsbruck, 24. September 2007

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Kommentare

09. Oktober 2007, 18:28 Amen.

von: das große B

Wo darf man unterschreiben? Sehr schöner Text und spiegel meine eigene Meinung sehr stark wieder. Auch wenn ich andere Ansätze habe, ist die Grundaussage doch die gleiche. Positiv durchs Leben!

Kommentare

09. Oktober 2007, 22:14 danke

von: Bereczki Sára, www.kendo-tirol.com

danke für den kommentar - es freut mich, wen der text gefällt! :-)

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